Berichte in den Medien

 
  • Drahtlos rund um die Welt gesendet
  • Die Amateurfunker schwören weiter auf ihr Netz
  • Funkamateure auch weiterhin auf "Erfolgswelle" (Version des Vereins)
  • Siegerländer Funkamateure erfolgreich bei Wettbewerben (Artikel Westfälische Rundschau Siegen)
  • Auf kurzer Welle nach Hawaii (Siegener Zeitung vom 22. Oktober 2010)

 

Siegerländer Funkamateure weiterhin auf „Erfolgswelle“

Siegen. Auch wenn durch das Internet für fast jedermann Kontakte in alle Teile der Welt möglich sind, hat der Amateurfunk keineswegs als öffentlicher Funkdienst an Bedeutung und Attraktivität verloren. Ob Spam-Mails, Trojaner, Hacker-Angriffe sowie dubiose Pseudonyme in oft ominösen Chaträumen – Funkamateure haben damit nichts am Hut. Ihre drahtlose und übrigens auch als gemeinnützig anerkannte Kommunikation ist öffentlich und darf von jedermann mitgehört werden. Für das Senden selbst ist im Gegensatz zum CB-Funk ein staatliches Funkzeugnis (Lizenz) erforderlich, das nach bestandener und nicht ganz einfacher Prüfung von der Bundesnetzagentur in verschiedenen Klassen ausgestellt wird. Dazu wird dem Funkamateur ein persönliches, international registriertes, Rufzeichen (Call) zugeteilt. Der Siegerländer Amateurfunkverein selbst führt das Clubrufzeichen „DL0SN“, das er u. a. bei Wettbewerben verwendet.

Der Ortsverband Siegerland O16 im Distrikt Westfalen-Süd des Deutschen Amateur Radioclubs (DARC) zog auf seiner jüngsten Jahreshauptversammlung Bilanz. Auch wenn die rund 120 Mitglieder mittlerweile zu den reiferen Jahrgängen zählen: „O16“ ist einer der mitgliederstärksten und aktivsten Amateurfunk-Ortsverbände im südwestfälischen Distrikt und konnte auf zahlreichen Funkwettbewerben (Conteste) vordere Platzierungen erreichen. Eigentlich hätte bereits 2006 ein neuer Vorsitzender gewählt werden müssen, doch der war nicht so leicht zu finden. In beispielsloser Überzeugungsarbeit gelang es jedoch nun den Mitgliedern, ihren langjährigen Vorsitzenden Stefan Muhl, DJ8WK, trotz dessen starker beruflicher Belastung mit 34 gültigen Stimmen zur Wiederwahl zu motivieren.

Einen Wechsel gab es auch bei beim Amt des 2. Vorsitzenden. Mit ebenso 34 Stimmen fiel hier die Wahl auf Manfred Kexel, DL4DKM. Übereinstimmung herrschte auch bei der Besetzung der übrigen Posten: Klaus Domian, DJ3TI (Kassenwart): Wilfried Kahle, DF1DU (UKW-Referent), Renate Schreiber, DL8KK (Beisitzerin); Klaus Stricker , DL9DBF(Katastrophen-Beauftragter), David Maciejny, DL8VK (Gerätewart), Willi Schramen, DF1DB (QSL-Manager); Walter Steinmann, DL4DM (Ausbilder) sowie Hermann Henke, DJ5YY und Friedrich Reichling, DF2FR (beide Kassenprüfer).

Für 40jährige Mitgliedschaft im DARC konnten Andreas Peilert, DK2VZ sowie für 25 Jahre Gregor Schütz, DJ2NW und Thorsten Benkner, DL1DBT geehrt werden. Sehr gelobt wurde der gute technische Zustand der beiden Funkrelais (Umsetzer) auf dem Kindelsberg für die UKW-Bereiche, die durch Ansteuerung selbst mit Geräten geringer Sendeleistung eine überregionale Reichweite ermöglichen. Speziell zur Textübertragung (Packet Radio) haben die Siegerländer Funkamateure schon lange einen „Digipeater“ auf dem Fernmeldeturm Eisernhardt eingerichtet. Darüber hinaus gab es im abgelaufenen Jahr 2006 auch viele gesellige Aktivitäten, die wieder ihre Fortsetzung finden.

Das Internet selbst wird von den Funkamateuren lediglich als „zusätzliche Plattform“ genutzt, z. B. für Verbreitung von Vereinsnachrichten und technischer Informationen. Interessant ist u. a. die Möglichkeit des „Echo-Link“, womit z. B. über das Internet ein UKW-Relais in Sumatra aktiviert werden kann. Beliebt ist auch die Möglichkeit, seltene Funkkontakte über das Internet auf einer entsprechend eingerichteter Seite mitzuverfolgen, um so zu kontrollieren, ob man von seinem Funkpartner auch „geloggt“ wurde.

Leichter geworden ist in den letzten Jahren der Einstieg zum Funkbetrieb auf der Kurzwelle, der früher nur durch das Ablegen einer offiziellen Prüfung in Telegraphie (Tastfunk) möglich war. Heute ist dies nicht mehr zwingend nötig und freiwillig. Gerade in Katastrophenfällen sind Funkamateure oftmals die ersten Kräfte, die mit einfachsten Mitteln eine stabile Funkverbindung herstellen können, was sich z. B. nach der Tsunami-Katastrophe herausstellte. Sie konnten schon nach wenigen Minuten wieder Informationen versenden; obwohl die herkömmlichen Kommunikationswege zerstört waren. Details über die der Siegerländer Funkamateure erfährt man über deren Homepage www.dl0sn.de; allgemeine Infos über die Seite des DARC-Dachverbandes www.darc.de. Die Vereinstreffen finden an jedem 1. Freitag eines Monats im Balkan-Restaurant, Herrengarten 2, in Siegen statt. Gäste sind stets herzlich willkommen.

(Interessierte Mitglieder können das printfähige Gruppenfoto im Vollformat  hier  herunterladen)

 

Artikel aus der Westfälischen Rundschau, Ausgabe Siegen (15. Mai 2007)

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Siegener Zeitung, Ausgabe Siegerland (Oktober 1999)

Drahtlos rund um die Welt gesendet
 

Hohenhain. Einen außergewöhnlich guten Erfolg erzielte im September 1999 ein Team des Ortsverband Siegerland (O16) im Deutschen Amateur Radio Club (DARC). Auf einem Wiesengelände der Hammerhöhe bei Freudenberg-Hohenhain nahmen die Funkamateure am "Field Day" teil. Ziel dieses internationalen Wettbewerbes ist es, mit im freien Gelände errichteten Funkanlagen - ohne Anschluss an das reguläre Stromnetz - möglichst viele Funkkontakte rund um die Welt herzustellen. Ausgerüstet mit diversen Funkgeräten, Antennenmasten, Stromgenerator sowie Zelt und Schlafsack war das Team an einem Wochenende in mehreren "Schichten" rund um die Uhr aktiv.

Dabei bot sich die Gelegenheit, auch einmal größere Antennenanlagen zu errichten und auszuprobieren, die am privaten Wohnsitz sonst nicht errichtet werden können. Unter dem Club-Rufzeichen "DA 0 SI/P" bei einer Sendeleistung von 750 Watt gelangen den eifrigen Funkamateuren 1100 Funkkontakte in 72 Länder der Erde - darunter z. B. nach den Falkland Inseln, Indien, Malaysia, Südafrika und Australien. Verwendet wurden die Kurzwellenbereiche von 160 bis 10 Meter. Erhard Hauptmann, erfahrener Funkamateur mit dem Rufzeichen "DK 1 WI", ist stellvertretender Vorsitzender des Siegerländer Ortsverbandes und hatte als "Mann mit der roten Mütze" (Foto) den gesamten Wettbewerb stets unter Kontrolle. Ferner lässt der DARC durch unabhängige Kontrollmannschaften Stichproben durchführen, damit bei dem Wettbewerb nicht etwa gemogelt wird.

Mit insgesamt 601716 erreichten Punkten haben somit die Funkamateure nicht nur gute Chancen, in der deutschen Clubmeisterschaft nach oben zu rücken, sondern auch den Beweis erbracht, im Katastrophenfall rasch umgehend eine Notfunktruppe aufzustellen. Ein ähnlich gutes Ergebnis wurde zudem jetzt bei einem speziellen UKW-Funkwettbewerb auf dem Gillerturm erzielt. Ausführliche Informationen über den Amateurfunkdienst können im Internet auf der Homepage des DARC unter http://www.darc.de abgerufen werden.


 

Rhein-Zeitung, Ausgabe Altenkirchen, vom 29.07.2000:
 

Die Amateurfunker schwören weiter auf ihr Netz

Auch im Zeitalter des Internets hat dieses Hobby Bestand - Siegerländer Club traf sich in Mudersbach - 150 Mitglieder

SIEGERLAND/MUDERSBACH. Auch wenn man sich übers Internet schnell und einfach austauschen kann, immer mehr Menschen auf E-Mails warten - die Mitglieder des Ortsverbandes Siegerland im Deutschen Amateur Radio Club (DARC) schreckt das nicht: Auch im Zeitalter des Internets hat der Amateurfunk noch seinen Bestand, versichern sie.

Alles schon da gewesen? Schrift- und Bildübertragungen führte der Amateurfunkdienst schon lange vor der Erfindung des Internets durch.

Wenn ein Virus mal wieder das Internet lahmlegt, dann können sich die 150 Mitglieder des Ortsverbandes Siegerland im Deutschen Amateur Radio Club um den Vorsitzenden Stefan Muhl (Mudersbach) entspannt zurücklehnen:Oftmals sind die (drahtlosen) Funkkontakte stabiler als das zu Stoßzeiten völlig überlastete und relativ träge Internet."

Beim jüngsten Treffen im Gasthaus Zöller in Mudersbach war auch der Besuch der Ham Radio 2000 - Europas größter Amateurfunk-Fachmesse - Thema.Die Technik kann voran schreiten wie sie will, am Funkgerät weiß man, wo man dran oder besser wer dran ist: Anders als im Internet ist es über die vorgeschriebenen offiziell registrierten Rufzeichen jederzeit möglich, Person- und Geschlecht des anderen zu bestimmen.

Aber die Funkamateure haben das Internet auch für sich entdeckt, der Ortsverein ist im Netz vertreten.In der Versammlung kam der hohe Leistungsstand zur Sprache.Der Ortsverband Siegerland (Regionalbezeichnung "O16") wurde erneut Distriktmeister - das Ergebnis der Bemühungen, unter oft widrigen Bedingungen in möglichst kurzer Zeit viele Funkkontakte herzustellen. Das Rufzeichen der Clubstation lautet "DL 0 SN". Beim so genannten "SSB-Fieldday" - einem auf offenem Feld stattfindenden Sprechfunk-Wettbewerb - erreichten die Siegerländer Amateurfunker den 2. Platz. Eine ebenfalls beachtliche Platzierung erzielten die Funker bei einem UKW-Wettbewerb auf dem Giller.

In der beruflichen Schule für Technik sind regelmäßig Wettbewerb, bei denen das offizielle Amateurfunk-Zeugnis erlangt werden kann. Seit einiger Zeit wird dies durch eine sogenannte "Einstiegs-Klasse" auch erleichtert. Intensiv geübt wird auch die Betriebsart Telegrafie, die Voraussetzung für den Erhalt eines Funkzeugnisses auf den Kurzwellen-Bereichen ist. Die Reife für die Prüfung kann unter Wegfallen der Zwischenstufen etwa in einem halben Jahr erreicht werden.

Der nächste Lehrgang ist für den kommenden Herbst vorgesehen.

Die Siegerländer Funkamateure treffen sich zur Zeit an jedem 1. Freitag eines Monates um 20 Uhr im Gasthof Zöller, Mudersbach. Weitere Informationen über den Ortsverband O16 auf der Club-Homepage unter http://www.dl0sn

Siegener Zeitung vom 8. August 2000:

 

Siegerland. Auch im Zeitalter des Internets hat der Amateurfunk noch seinen Bestand. Mit dem kürzlich erfolgten Besuch der Ham Radio 2000 in Friedrichs hafen - Europas größter Fachmesse für Amateurfunk - zogen die Mitglieder des Ortsverbandes Siegerland im Deutschen Amateur Radio Club (DARC) im Gasthaus Zöller (Mudersbach) Bilanz. Die rund 150 Mitglieder können auf zahlreiche, technische und gesellige Aktivitäten zurückblicken und haben einen hohen Leistungsstand. Das offizielle Rufzeichen der Clubstation lautet "DL 0 SN".

Der Ortsverband Siegerland mit der offiziellen Regionalbezeichnung "O16" wurde erneut Distriktmeister - das Ergebnis der Bemühungen, unter oft widrigen Bedingungen in möglichst kurzer Zeit viele Funkkontakte herzustellen. Auch beim so genannten "SSB-Fieldday" - ein auf offenem Feld stattfindenden Sprechfunk-Wettbewerb - erreichten die Siegerländer Amateurfunker den 2. Platz. Eine ebenfalls beachtliche Platzierung erzielten die eifrigen Funker bei einem UKW-Wettbewerb auf dem Giller. In der beruflichen Schule für Technik (Raum C 407) finden regelmäßig Wettbewerbe zur Erlangung des offiziellen Amateurfunk-Zeugnisses statt. Seit einiger Zeit wird dies durch eine so genannte "Einstiegs-Klasse" auch erleichtert. Intensiv geübt wird auch die Betriebsart Telegrafie, die bis heute Voraussetzung für den Erhalt eines Funkzeugnisses auf den Kurzwellen-Bereichen ist. Die Reife für die Prüfung bei der Regulierungsbehörde Telekommunikation und Post (RegTP) kann unter Wegfallen der Zwischenstufen etwa in halben Jahr erreicht werden. Der nächste Lehrgang ist für den kommenden Herbst vorgesehen.

Schrift- und Bildübertragungen führte der Amateurfunkdienst schon lange vor der Erfindung des Internets durch. Zudem sind oftmals die (drahtlosen) Funkkontakte stabiler wie das zu Stoßzeiten völlig überlastete und relativ träge Internet. Wesentliches Faktum ist auch die verpflichtende Anwendung reeller, offiziell registrierter Rufzeichen (Calls), die jederzeit überprüfbar sind und - im Gegensatz zum Internet - auch eine eindeutige Personen- und Geschlechtsbestimmung zulassen. Außerdem haben die Funkamateure das Internet längst in ihre Vereins- arbeit integriert. Neben dem Hauptverband des DARC (www.darc.de) besitzen zahlreiche Ortsverbände eine eigene Homepage. So ist es durchaus möglich, nach dem Kontakt mit einer seltenen Funkstation aus Übersee sich diesen per Internet bestätigen zu lassen.

Weiterhin in Betrieb sind natürlich auch die automatischen UKW-Relaisfunkstellen auf dem Kindelsberg sowie der so genannte "Digipeater" für die Betriebsart "Packet Radio" auf dem Turm der Telekom auf der Eisernhardt. Mit der Telekom besteht eine gute Zusammenarbeit. Ferner verfügt der Ortsverband über ein eigenes ATV-Relais (Amateurfunk-Fernsehen) auf dem Ederkopf bei Erndtebrück.

Geehrt wurde Wilfried Kahle DF 1 DU, für 25-jährige Mitgliedschaft im DARC. Stefan Muhl, DJ 8 WK, wurde erneut das Amt des 1. Vorsitzenden zugesprochen. Das Amt des 2. Vorsitzenden ging an Uwe Schmidt, DL 9 US. Klaus Domian, DJ 3 TI, bleibt Diplom- und Kassenwart. Zum QSL-Manager (zuständige Person für die Vermittlung der Funk-Visitenkarten) wurde Willi Schramen, DF 1 DB, wieder gewählt. Zuständig für Ausbildung und Schulung des Nachwuchses ist Thorsten Riedel, DL 4 WD. Als Gerätewart fungiert Eberhard Maag, DK 4 CB und als UKW-Referent Wilfried Kahle, DF 1 DU. Zur Frauen-Beauftragten wurde Renate Schreiber, DL 8 KK, ebenso wieder gewählt wie Klaus-Dieter Glaubitz, DH6DAL, für das Amt des EMV-Referenten zwecks Regulierung für Angelegenheiten in puncto elektromagnetischer Verträglichkeit. Katastrophenschutz-Beauftragter wurde ebenfalls wieder Klaus Stricker, DL 9 DBF.

Die Siegerländer Funkamateure treffen sich zur Zeit an jedem 1. Freitag eines Monates um 20 Uhr im Gasthof Zöller, Mudersbach. Weitere Informationen über den Ortsverband O16 sind auf der Club-Homepage unter www.qsl.net/dl0si abrufbar.

Hans-Gerhard Maiwald, DK 3 JB